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TGIFW – THANK GOD IT’S FAIR WEAR

TGIFW – THANK GOD IT’S FAIR WEAR

TGIFW – THANK GOD IT’S FAIR WEAR
Das junge St. Galler Fashion Label mit dem Namen TGIFW mischt seit Dezember 2015 den Markt in der Schweiz auf. Die Designs sind klassisch und schnörkellos, die Schals handgewoben, die Kleider allesamt aus Naturstoffen. TGIFW steht für Design made in Switzerland und eine faire Produktion in Nepal.

St. Gallen, 28. Juni 2016

Cooles Boxy Shirt und passende Culotte aus Hanf-Bio-Baumwolle, ein traumhaftes Kleid aus Bambus, handgewobene Leinen-Schals mit Pusteblumen-Print … das sind nur einige der Produkte der Sommer-Kollektion von TGIFW. Das junge Schweizer Fair-Fashion-Label ist seit Dezember 2015 auf dem Markt. Wer die Webseite des Start-Up besucht, merkt davon hingegen kaum etwas. Branding, Web und Fotografie sind auf höchstem Niveau. Das Label hat seinen eigenen Stil und überzeugt mit simplen Schnitten und puristischen Designs. Im Mai und Juni wurde TGIFW deshalb auch schon beim Online-Concept-Store mooris.ch aufgenommen. Ein grosser Erfolg für das Jungunternehmen.

Swiss Design
Entworfen werden die Kleider und Schal-Prints von drei Schweizer Jungdesignerinnen. TGIFW fördert damit junge Kreative in der Schweiz und bietet ihnen eine Plattform, ihre Ideen umzusetzen. Die Designerinnen verdienen pro verkauftes Produkt, die gesamten Produktions-kosten übernimmt das Label vorab auf eigenes Risiko. Ein Konzept, welches den Jungdesignerinnen sehr entgegen kommt.

Made in Nepal
Das junge St. Galler Fair-Fashion-Label produziert ausschliesslich in Nepal und arbeitet mit kleinen Betrieben zusammen. Die Inhaberin, Carmen Lama: „Wir lieben Produkte, die mit Freude hergestellt werden. Wir glauben: Das ist spürbar! Deshalb wählen wir unsere Produzenten sehr sorgsam aus, nach dem Prinzip: der Mensch steht bei uns und bei ihnen im Zentrum des Handelns.“

Zukunftsaussichten
TGIFWs‘ Vision ist, bald einmal eine eigene kleine Produktion in Nepal zu führen. Das Label möchte insbesondere Frauen einstellen, sie weiterbilden und ihnen ein motivierendes und bereicherndes Arbeitsumfeld bieten.

 

TGIFW GmbH mit Sitz in St.Gallen (Schweiz) wurde im April 2015 gegründet und ist seit Dezember 2015 auf dem Markt. Das Label vertreibt handgewobene Schals, Strickwaren und Kleider aus Naturstoffen.

Das Label will einen Beitrag zur Weiterentwicklung Nepals leisten. Jedes der Produkte wird in Nepal hergestellt und bietet Menschen dort gute Arbeitsplätze. Faire Preise und Löhne sind für TGIFW selbstverständlich. Das Label weiss genau, wer die Produkte strickt, webt und schneidert.

 

Interview mit Carmen Lama, Gründerin und Geschäftsführerin von TGIFW

Wie kamen Sie auf die Idee, TGIFW zu gründen?
2014 hängte ich meine Karriere einfach mal an den Nagel und nahm mir für ein Jahr frei. Damals war ich im Rahmen dieser Auszeit für 2,5 Monate als Volontärin in Nepal bei einer Frauenorganisation. Es war schon immer mein Wunsch, in Nepal Gutes zu tun – ich bereise das Land regelmässig seit zehn Jahren. Vor Ort im Einsatz erlebte ich selber, wie Frauen – allesamt Opfer von Gewalt und Missbrauch – mit viel Lebensfreude Schals von Hand herstellten. Ich nahm einige der Schals mit nach Hause und lud Freundinnen zur Schal-Party. Die Qualität überzeugte.

Von ein paar Schals hinzu einer Firmengründung – das braucht Mut …
Ja, natürlich. Ich liebe Risiken und möchte gerne Neues ausprobieren. Ich folge ganz meinem Bauchgefühl. Ich möchte mich engagieren für Frauen in Nepal und Gutes bewirken, Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten – Selbständigkeit und -vertrauen fördern. Insbesondere aber auch in eine Wirtschaftsbeziehung mit Nepal investieren. Gleichzeitig schöne Produkte herstellen, die unsere Kunden in der Schweiz begeistern und jungen Kreativen in der Schweiz eine Plattform bieten – mit TGIFW kann ich das alles kombinieren.

Wie kamen Sie auf den Namen?
Der Name TGIFW (THANK GOD IT’S FAIR WEAR) kam mir in Myanmar auf dem Liegestuhl … ich las gerade in einem Buch. Er liess mich nicht mehr los und trotz vielen komischen Blicken von Freunden – ich bin dabei geblieben.

Als was arbeiten Sie heute? Wie würden Sie Ihre heutigen Tätigkeiten beschreiben?
Ich arbeite vier Tage die Woche in einem Büro. Nebenbei widme ich mich voll TGIFW. Ich schreibe Texte für Webseite und Newsletter, entwickle Produkte mit meinen Jungdesignerinnen, kümmere mich um die Beschaffung von guten Reissverschlüssen, diskutiere mit meinem Webdesigner über Google AdWords, organisiere Fotoshootings, baue unseren Kundenstamm aus und verpacke jedes bestellte Produkt selber und bringe es auf die Post. Mein Mann führt die Firma mit mir zusammen. Wir haben uns dank TGIFW kennen gelernt. Er managt all unsere Produzenten, die Finanzen und steht mir jederzeit als Challenger und Innovator zur Seite.

Gab es auch Schwierigkeiten oder Hindernisse bei der Gründung von TGIFW?
Ja, natürlich. Ich investiere mein gesamtes Privatvermögen in diese Firma. Wegen dem Erdbeben im vergangenen Jahr und politischen Problemen in den vergangenen Monaten in Nepal konnten wir teilweise kaum produzieren. Auch warteten wir dieses Jahr lange auf unsere Sommersachen. Unser Kundenstamm ist noch klein und natürlich habe ich immer mal wieder diese Momente, in denen ich mich frage, ob dieses Geschäft je Gewinn abwerfen wird … meistens bestellt genau in dem Moment jemand etwas bei uns und ich werte das immer als Zeichen, weiter zu machen und daran zu glauben.

Was haben Sie mit Ihrem Start-up noch alles vor?
Wir wollen eine eigene kleine Produktion in Nepal errichten. Die Räume sind gemietet, noch fehlt es an Infrastruktur und den ersten Angestellten. Mein Traum ist es, selber Frauen anzustellen und weiterhin mit kleinen Produzenten vor Ort zu arbeiten. Ich möchte unser Portfolio ausweiten (bald gibt’s auch handgeknüpfte Teppiche) und eines der coolsten Schweizer Jungdesigner-Label sein.

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